Halbzeit

Die Hälfte unseres Aufenthaltseinsatz ist bereits um, trotzdem sammeln wir täglich noch neue Eindrücke, sowohl beruflich als auch kulturell. Besonders spannend ist, wie sich unsere Arbeit hier im Vergleich zur Schweiz verändert hat. Bei Florian und Simon unterscheidet sich der Arbeitsalltag deutlich von dem, was wir uns von zuhause gewohnt sind: andere Prozesse, neue Verantwortlichkeiten und zusätzliche Abstimmungen mit lokalen Teams. Dabei ist die Kommunikation teilweise erschwert und es muss viel mit dem Übersetzer gearbeitet werden. Wir lernen viel über die regionalen Arbeitsweisen und passen uns Schritt für Schritt an die Gegebenheiten vor Ort an. Bei Pascal bleibt die Arbeit hingegen grösstenteils gleich. Ich hatte auch bereits die Chance bei einem Kundenbesuch dabei zu sein. Es war sehr interessant und lehrreich, die Maschine live im Einsatz sehen zu können.

Was uns hier sofort aufgefallen ist, die Menschen sind ausserordentlich freundlich und grosszügig. Wir wurden bereits mehrfach zum Abendessen eingeladen. Oft in Restaurants mit regionaler Küche, die uns ganz neue Geschmacksrichtungen und Essgewohnheiten näherbringen. Auch wenn das Essen auf den Ersten Blick nicht so appetitlich aussieht, sollte man sich keine grossen Gedanken dazu machen und einfach mal probieren, denn vielfach ist es deutlich besser als es aussieht. Zudem sind diese Einladungen nicht nur kulinarische Highlights, sondern auch schöne Gelegenheiten, unsere Gastgeber besser kennenzulernen. Jedoch wurden wir nicht nur zum Abendessen eingeladen, sondern auch zu einem Familienausflug zum Bamboo-See, wo wir ausserdem zum ersten Mal Pandas gesehen haben.

An den Wochenenden nutzen wir die Zeit, um die Umgebung zu erkunden. Städte und Sehenswürdigkeiten in der Nähe bieten viele neue Eindrücke. Die Kombination aus modernen und weltbekannten Skylines und historischen Tempeln mit lebhaften Märkten sowie ruhige Parks; alles auf engstem Raum ist auch ein grosser Unterschied zur Schweiz und für uns alle ein erstes Mal. Vor etwa zwei Wochen haben wir Shanghai besucht.Eine Stadt, die mit ihrer Mischung aus futuristischer Architektur und traditionellen Vierteln sofort beeindruckt. Von einem Besuch im Shanghai-Tower, einem der höchsten Gebäude der Welt, bis zum Entdecken von der Altstadt war alles dabei. Ausserdem hat es uns beeindruckt, wie in der Nacht alles zu leuchten begann. In Shanghai sieht man die riesige Schere zwischen Reich und Arm sehr gut. Nur wenig von Touristen Attraktionen entfernt sieht man bereits, dass die Häuser nicht mehr so schön aussehen und die Leute ärmer sind. Restaurants und Läden dort sehen nicht einladend aus und man fühlt sich nicht zuhause dort.

Alles in allem ist diese Zeit hier bis jetzt eine sehr bereichernde Erfahrung. Beruflich herausfordernd, kulturell inspirierend und persönlich sehr verbindend. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Wochen noch mehr zu entdecken und darüber zu berichten sowohl in der Arbeit als auch auf unseren kleinen Wochenendabenteuern.

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